AD(H)S

Nachhilfe Landsberg Lang - ADHS - ADS

„Sei einzigartig, anders und
scheine auf deine Weise.“
(Lady Gaga)

„Modediagnose“, „Krankheit unserer Zeit“, „eingebildete Störung“: Das Bild von der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist in großen Teilen unserer Gesellschaft oftmals immer noch geprägt von Vorurteilen,
Unwissen, Verdrängung, Tabuisierung und Polarisierung.

Den Kindern und Jugendlichen erschwert man damit jedoch den Umgang mit den verschiedenen Symptomen, vor allem aber baut sich oft ein enormer Leidensdruck in Schule und Alltag auf.

In Deutschland nennen realistische Schätzungen ca. 500.000 Betroffene bzw. einen Anteil von 5 Prozent in der Altersgruppe der 6- bis 18-Jährigen. Dies bedeutet: In nahezu jeder Klasse gibt es mindestens einen Schüler mit AD(H)S.

Was ist AD(H)S?

Bei AD(H)S handelt es sich um eine der häufigsten Auffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter, die drei Kernsymptome aufweist:

• Hyperaktivität (übersteigerter Bewegungsdrang)
• Unaufmerksamkeit (gestörte Konzentrationsfähigkeit)
• Impulsivität (unüberlegtes Handeln)

Begleitstörungen sind oft eine Lese-Rechtschreibstörung und/oder Rechenschwäche (Dyskalkulie).

Sonderform ADS: ADS bezeichnet eine Aufmerksamkeitsdefizit-Störung ohne Hyperaktivität.

Ursachen

Die wichtigsten Ursachen für AD(H)S sind die genetische Veranlagung, aber auch äußere Faktoren wie Komplikationen in Schwangerschaft und Geburt.

Mit Hilfe moderner diagnostischer Verfahren ist mittlerweile eindeutig belegt, dass bei AD(H)S Gehirnregionen betroffen sind, die für Aufmerksamkeit und Verhaltensstörung eine zentrale Rolle spielen. Darüber hinaus ist das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn (Neurotransmitter) gestört. Dies gilt insbesondere für Dopamin und Noradrenalin. Diese Stoffwechsel- und Funktionsstörungen sind verantwortlich für mangelnde Aufmerksamkeit und fehlende Selbststeuerung.

AD(H)S ist weder eine reine Verhaltensstörung noch eine „Modediagnose“, sondern eine medizinisch nachweisbare und im WHO-Klassifikationssystem ICD-10 anerkannte Störung.

Symptome

Typische Symptome sind

im Kernbereich Hyperaktivität:

• Ruhelosigkeit, besonders in Situationen, in denen Ruhe verlangt wird
• Die Unruhe scheint von der Umgebung oder durch Aufforderungen kaum dauerhaft beeinflussbar zu sein; Stillsitzen, auch für kurze Zeit, fällt extrem schwer

im Kernbereich Unaufmerksamkeit:

• Träumen
• Flüchtigkeitsfehler
• Gedankliche Abwesenheit und daraus resultierende Schwierigkeiten, dem Unterricht zu folgen oder Hausaufgaben zu erledigen
• Probleme, angefangene Tätigkeiten zu Ende zu führen
• Vergesslichkeit
• Schwierigkeiten bei der Organisation von Aufgaben und Handlungen
• Vermeidung von bzw. höchst widerwillige Beschäftigung mit Aufgaben, die nicht interessieren bzw. motivieren
• Häufiges Verlieren von Gegenständen
• Leichte Ablenkbarkeit durch äußere Reize

im Kernbereich Impulsivität:

• Fehlende Kontrolle über Handlungen und ihre Folgen
• Impulsives statt vorausschauendes Handeln
• Mit Antworten herausplatzen, bevor Fragen gestellt werden
• Unterbrechen von Gesprächen anderer
• Schnelle Stimmungswechsel
• Risikofreudigkeit

Es sollte nicht übersehen werden, dass Menschen mit AD(H)S auch eine Vielzahl positiver Eigenschaften besitzen. Betroffene sind u.a.
• hilfsbereit
• kreativ
• nicht nachtragend
• mitfühlend
• begeisterungsfähig

Diagnose

Um Kindern und Jugendlichen mit AD(H)S Schule und Alltag zu erleichtern sowie Problemen im Erwachsenenalter vorzubeugen, ist eine frühzeitige und gesicherte Diagnose von größter Bedeutung. Eine zweifelsfreie Diagnose kann nur von mit der Thematik vertrauten Fachärzten gestellt werden (Kinder- und Jugendpsychologen, Neurologen, Kinder- und Jugendpsychiater).

Die Diagnose umfasst

• eine gründliche Anamnese in Form von Gesprächen
• Fragebögen
• körperliche Untersuchung
• kognitive Tests in den Bereichen Aufmerksamkeit und Konzentration

Die Diagnose bildet auch die Grundlage für geeignete Therapiemaßnahmen (je nach Ausprägung Psychoedukation, Verhaltenstherapie, Medikamente). Mittlerweile gibt es einige Fachverbände zur Diagnostik und Therapie von
AD(H)S mit bestens qualifizierten Ansprechpartnern (s. Adressen unten).

Lernen mit AD(H)S

Ein Leben mit AD(H)S stellt Eltern und Kinder vor große Herausforderungen, denen sie sich spätestens im Schulalltag nicht mehr gewachsen fühlen. Zu den häufigsten Problemen gehören

• Lernschwierigkeiten (fehlende Konzentration, kein Durchhaltevermögen)
• Stress mit Hausaufgaben
• kein Interesse am Unterricht
• Unfähigkeit, sich zu motivieren
• Unsicherheit und mangelndes Selbstvertrauen
• langsames Arbeitstempo
• oppositionelles Verhalten

Wird einem AD(H)S-Kind nicht frühzeitig und gezielt geholfen, kann dies schwerwiegende Folgen haben:

• Schlechte Noten
• Klassenwiederholungen
• Schulwechsel
• Schulangst bis hin zu Schulverweigerung

Da die gängigen Lern- und Unterrichtsmethoden nicht auf die besonderen Bedürfnisse von AD(H)S-Schülern ausgerichtet sind, entwickelt sich meist ein Teufelskreis vielfältiger Lernstörungen, den es mit geeigneten Methoden zu durchbrechen gilt.


Liebe Eltern,

aufgrund meiner Weiterbildungen zum Thema AD(H)S, meiner fundierten Kenntnisse, vor allem aber durch meine langjährige Erfahrung mit betroffenen Kindern und Jugendlichen, bin ich nicht nur Ihre kompetente Ansprechpartnerin. Vielmehr ist es mir ein großes Anliegen, Ihr Kind mit effektiven und gut umsetzbaren Lernstrategien beim erfolgreichen Weiterkommen in seiner Schullaufbahn zu unterstützen.

Mit pädagogischem Einfühlungsvermögen und Lernmethoden, die genau zu Ihrem Kind passen, möchte ich Ihnen zu spürbarer Entlastung verhelfen, Ihrem Kind zu Erfolg und Selbstvertrauen!

AD(H)S ist eine besondere Art zu sein, das Gehirn arbeitet nicht schlechter, sondern anders.


Nützliche Links:

www.adhs-deutschland.de
adhs-muenchen.net
www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/kindergesundheit/aufmerksamkeitsdefizitsyndrom
www.familie-mit-adhs.de
www.adhspedia.de
www.takeda-adhs.de
www.adhs-studien.info


Literatur zu ADHS:

- Born, Armin/Oehler, Claudia: „Lernen mit ADHS-Kindern: Ein Praxishandbuch für Eltern, Lehrer und Therapeuten“ (2019), ISBN-13: 978-3170365315

- Döpfner, Manfred u.a.: „Ratgeber ADHS: Informationen für Betroffene, Eltern, Lehrer und Erzieher zu Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen“ (2019), ISBN-13: 978-3801730154

- Ebert, Swetlana und Ralf-Erik: „Herzlichen Glückwunsch zu ADHS: 7 Vorteile des Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndroms“ (2012), ISBN-13: 978-3848230440

- Neuhaus, Cordula: „ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen: Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung“ (Juni 2020), ISBN-13: 978-3170371460

- Sanders, Anna-Maria: „Ich dreh gleich durch!: Tagebuch eines ADHS-Kindes und seiner genervten Leidensgenossen“ (2016), ISBN-13: 978-3579086330

- Sanders, Anna-Maria: „Schon wieder hat Max ...: Therapie, Medikation und andere komische Wörter“ (2019), ISBN-13: 978-3749436538

- Simchen, Helga: „Die vielen Gesichter des AD(H)S: Begleit- und Folgeerkrankungen richtig erkennen und behandeln“ (2020), ISBN-13: 978-3170368163

- Teichert, Mina: „Neben der Spur, aber auf dem Weg: Warum ADS und ADHS nicht das Ende der Welt sind“ (2017), ISBN-13: 978-3959101080

- von Liebknecht, Gisela: „ADHS bei Kindern - Der Ratgeber für Eltern: ADHS Kinder verstehen, das Ratgeber Buch ADHS von A-Z, lernen mit ADHS leicht gemacht und die Aufmerksamkeit fördern. Symptome und Diagnosen und vieles mehr“ (2020), ISBN-13: 979-8625072731


Literatur zu ADS:

- Farnkopf, Rosemarie: „ADS und Schule: Tipps für Unterricht und Hausaufgaben“ (2009), ISBN-13: 978-3407228413

- Hartmann Thom: „Eine andere Art, die Welt zu sehen: Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom“ (2009), ISBN-13: 978-3795007355

- Simchen, Helga: „ADS. Unkonzentriert, verträumt, zu langsam und viele Fehler im Diktat: Diagnostik, Therapie und Hilfen für das hypoaktive Kind“ (2019), ISBN-13: 978-3170375390

- Born, Armin/Oehler, Claudia: „Lernen mit ADS-Kindern: Ein Praxishandbuch für Eltern, Lehrer und Therapeuten“ (2015), ISBN-13: 978-3170298200